Von der Blüte zum Apfel

Im Frühling verwandeln sich die Obstgärten in wunderschöne Blütenmeere. Kaum scheint die Sonnen und die Temperaturen steigen, schon öffnet sich die «Bluescht». Normalerweise blühen die Obstbäume in unserer Region erst ab Ende April. Durch die klimatischen Veränderungen der letzten Jahre, geschieht es jedoch nicht selten, dass die Bäume nun schon Mitte oder sogar Anfangs April in voller Blüte stehen.

 

Wie entsteht ein Apfel?

Die meisten von uns haben das Thema Apfel bereits in der Primarschule behandelt. Aber sind wir mal ehrlich, wer von uns kann heute noch erklären wie ein Apfel genau entsteht? Um dem Gedächtnis ein wenig auf die Sprünge zu helfen, haben wir hier die wichtigsten Eckpunkte für euch zusammengefasst.

 

Pflege der Bäume

Damit ein Baum überhaupt Blütenknospen bildet, sind ein regelmässiger Schnitt und gute Pflege Voraussetzung. Der Baumschnitt erfolgt bei Obstbäumen wie Apfel -, Birnen- & Kirschbäumen im Spätwinter. Also idealerweise Ende Februar bis Mitte März. Je nach Temperatur & Obstsorte spriessen dann die Blüten zwischen März und Mai. Bei den Apfelsorten geschieht das normalerweise ab Mitte April.

 

Die Blüte – „Bluescht“

Die Blüte besteht aus fünf Blütenblättern, Kelchblättern sowie aus weiblichen und männlichen Fortpflanzungsorganen. Die Staubblätter, also die männlichen Fortpflanzungsorgane, haben die Aufgabe den Blütenstaub (Pollen) zu bilden. In einer Blüte sind meist mehrere solcher Staubblätter vorhanden. Jedes besteht aus dem Staubfaden und einem Staubbeutel.

 

Bildquelle: www.lernhelfer.de

 

In den kleinen Kammern, die der Staubbeutel aufweist, reifen die Pollen heran. Platz dieser Beutel auf wird der Blütenstaub freigesetzt und durch Bienen oder den Wind auf die weiblichen Fortpflanzungsorgane anderer Apfelblüten befördert.

Das weibliche Fortpflanzungsorgan einer solchen Blüte nennt man Stempel. Dieser besteht aus dem Fruchtknoten, dem Griffel und den Narben. Der Griffel sorgt dafür, dass die Narben in optimalen Positionen für die Aufnahme von Blütenstaub sind. Lässt sich eine Polle auf einer Narbe nieder, nennt man das die Bestäubung. Sie ist die Voraussetzung für die Befruchtung.

Kaum dort angekommen, nimmt das Pollenkorn Feuchtigkeit auf und bildet dadurch eine kleine Wurzel, welche in die Narbe hineinwächst. In diesem Pollenschlauch wandert die männliche Keimzelle in den Fruchtnoten. Dort wartet eine Eizelle auf die Befruchtung.

Äpfel gehören zu den selbstunfruchtbaren Obstsorten. Das heisst, es braucht in der Nähe des Baumes eine andere Apfelsorte, die sich als Befruchter eignet.

 

Entstehung der Frucht

Ist die Befruchtung erfolgreich verlaufen, bilden sich Samen. Im Falle eines Apfels sind das die Apfelkerne. Im Verlaufe der Zeit wandelt sich der Fruchtknoten in das Fruchtfleisch und die Samenanlagen zum Kerngehäuse um. Mit viel Sonne, genügend Wasser und etwas Geduld entwickelt sich daraus je nach Sorte während 4-6 Monaten ein vollreifer Apfel. Ist der Apfel reif, kann er geerntet und direkt verspeist, eingelagert oder gemostet werden.

 

Quelle: swissfruit.ch

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