Was machen wir eigentlich das ganze Jahr?

Habt ihr euch auch schon einmal gefragt was eine Mosterei eigentlich das ganze Jahr so treibt? Es heisst immer im Herbst wird gemostet, aber was passiert in den neun anderen Monaten?

Genau solche Fragen möchten wir in dieser Blogreihe klären. Im Jahr 2020 wird immer am Ende des laufenden Monats ein Rückblick in unserem Journal aufgeschaltet, in dem wir euch einen Einblick in unseren Alltag gewähren.

Was verbirgt sich alles hinter diesem Handwerk? Wie viel Arbeit steckt wirklich in unseren Produkten? Wir laden euch ein das mit uns in Erfahrung zu bringen und sind auf eure Reaktionen und Anregungen gespannt. Viel Vergnügen! 🙂

Juli - was machen wir eigentlich das ganze Jahr?

 

Juli

  • Der Saftkeller
  • Vorbereitungen Herbst 2020
  • Ferienjob & Schüleraushilfen

 

Der Saftkeller

Trotz häufiger Regenfälle im Juli lassen die sommerlichen Temperaturen hier im Föhntal nicht auf sich warten. Kaum scheint, die Sonne steigt das Thermometer schnell auf 30 °C und mehr. Eine Abkühlung ist also angesagt!

Ob man nun zum Badesee fährt, sich im eigenen Pool vergnügt oder so wie wir ab und an mal bei unseren Mitarbeitern im Kühlkeller vorbeischaut, ist jedem selber überlassen. Die Variante “Kühlkeller” ist aber nicht nur sehr erfrischend, sondern auch lehrreich. Hiermit laden wir euch ein kurz in unserem Keller digital am Treiben teilzunehmen.

Vor jedem Abfülltag müssen die Jungs, der verantwortliche Keller und der 1.Lehrjahr Stift, die Produkte für den nächsten Tag vorbereiten. Jetzt fragt ihr euch bestimmt, was man denn bei Süssmost und Co. noch alles machen muss, bevor er in die Flasche darf. Nun, so einiges! Wie viele von euch bereits wissen sind wir die letzte Mosterei in der CH, die gewerblich in diesem Rahmen noch Direktsaft in Flaschen abfüllen. Das heisst, der gepresste Süssmost wird im Herbst gleich nach dem Mosten im Kühlkeller in grossen Stahltanks unter Druck oder zum vergären in den grossen Eichenholzfässern gelagert.

Wenn wir also Süssmost abfüllen, muss tatsächlich nicht mehr viel gemacht werden. Unsere Apfelschorle, die Cider oder auch die vergorenen Säftli benötigen da etwas mehr Zeit. Bei der Apfelschorle mischt der Kellermeister den Süssmost mit Tafelwasser im richtigen Verhältnis an, bei den Cidern werden zum vergorenen Most je nach Sorte Hopfen, Birnel oder Bergamottesirup dazugemischt. Der klassische Saft vom Fass besteht auch nicht nur aus vergorenem Most, sondern wird mittlerweile mit etwas Süssmost angesüsst. Die heutigen Kunden bevorzugen längst nicht mehr den herben hochprozentigen Saft, wie ihr ihn vielleicht noch von früher aus dem eigenen Keller kennt.

Nebst unseren Produkten produzieren wir auch diverse Süssgetränke in Lohnarbeit. Diese benötigen in der Regel wesentlich mehr Vorbereitungszeit im Keller, da wir sie meistens von Grund auf selber herstellen. Ihr könnt euch das wie bei einem Rezept vorstellen. Die vorgegebenen Zutaten wie Zucker, natürlich Farbstoffe, Wasser oder was auch sonst noch alles benötigt werden penibel abgemessen und in grossen Tanks angemischt. Diese Arbeitsschritte müssen sitzen. Wenn zum Beispiel nur ein paar Tropfen des gewünschten Farbstoffes zu viel beigemischt werden, kann es passieren, dass die ganze Charge nicht den gewünschten Farbton aufweist. Und damit das Endprodukt nicht den Verstellungen des Kunden entspricht, resp. unverkäuflich ist.

Das war natürlich nur ein ganze kurze Zusammenfassung von den Arbeiten die im Keller jeden Tag anfallen. Wer noch mehr über den Keller erfahren möchte, kann das zum Beispiel an unseren alljährlichen Tage der offenen Türe vom 27. – 29. November 2020 tun. Mehr Infos dazu findet ihr hier.

Vorbereitungen Herbst 2020

Kaum zu glauben, aber wir sind bereits mitten in den Vorbereitungen für den Herbst 2020. Da die Wetterverhältnisse dieses Jahr für die Obstbäume ideal waren, rechnen wir mit der ersten Ernteannahme bereits Mitte August.

Bevor die Äpfel und Birnen über das Förderband rollen, ist aber noch eine Menge vorzubereiten. So ging Anfang Juli das jährliche Infoschreiben an alle Obstlieferanten raus. In ihm erklären wir unter anderem was die Anforderungen an das Mostobst sind, wann wir annehmen und was es sonst noch zu beachten gibt. Unsere Lieferanten sind mindestens Suisse Garantie zertifiziert und unterstehen regelmässigen Kontrollen. Wir verarbeiten im Herbst auch Hochstamm-, Bio-Knospe- und Demeter zertifiziertes Mostobst.

Da im Sommer und Herbst nicht nur die Mostobst Bäume ihre Früchte tragen, nehmen wir ab Juli auch Brennobst an. Das Obst, das wir für unsere Edelbrände benötigen, wird nach und nach bei Bauern unseres Vertrauens eingekauft, eingemaischt und auf unserem Hof vergoren. Zu den eigenen Brennmaischen gesellen sich schon bald wieder Lohnbrennaufträge. Lohnbrenner sind Privatpersonen, die eigene Obstbäume haben und aus den Erträgen eigenen Schnaps brennen möchten. Die diesjährigen Annahmedaten und weitere Informationen sind aufgeschaltet. Hier geht’s direkt zu den Informationen.

 

Ferienjobs & Schüleraushilfen

Die Mosterei Kobelt ist seit jeher ein Familienbetrieb und wird auch in familiärer Atmosphäre geführt. Die Mitarbeiter verstehen sich eigentlich eher als Freunde statt als Kollegen. In so einem kleinen Betrieb müssen auch alltäglich Arbeiten von jedem einzelnen übernommen werden. Das heisst ein bei uns angestellter Lebensmitteltechnologie geht zwar hauptsächlich den berufseigene Arbeiten nach, kommt aber auch immer mal wieder mit Arbeiten einer anderen Berufsgruppe in Kontakt. So gehört es bei uns dazu, dass sie zum Beispiel das Materiallager selber bewirtschaften, generell die Firma sauber halten und mit anpacken, wo nach Hilfe verlangt wird.

Kleinere regelmässig anfallende Aufgaben geben wir aber gerne auch an Schüleraushilfen ab. Vereinzelte Schüler aus den beiden Dörfern Marbach und Rebstein fragen in der Mosti öfters nach einen Ferien- oder Gelegenheitsjob. Nach einem Bewerbungsgespräch und einem morgen Probearbeit bekommen sie die Gelegenheit in der Regel auch. Zu den anfallenden Arbeiten gehören zum Beispiel das “Abdeckla”, bei dem unsere Liter Glasflaschen vom Deckel befreit werden, mischen von Etiketten, Zusammenbauen unserer beliebten Holzkistli, Stempelarbeiten sowie Reinigungsarbeiten.

Wir schätzen uns glücklich, dass wir so arbeitswillige Schüler zur Hilfe haben. Eine Schülerin kommt sogar schon seit mehr als 2 Jahren regelmässig zu uns und bessert so ihr Taschengeld auf.

Falls Ihr selber aus Marbach oder Rebstein seid und Kinder im Oberstufen Alter habt, dürfen Sie sich gerne persönlich bei uns im Laden melden. Wir legen grossen Wert darauf, dass die Schüler von sich aus kommen und arbeiten möchten. Eltern die für Ihre Kinder anfragen, werden nicht so gerne gesehen. Bei uns sind alle gleich, egal wie alt jemand ist. Also keine scheu!

 

Die folgenden Bilder stammen zwar nicht von unseren jetzigen Schüleraushilfen, jedoch könnt Ihr darauf Geoffrey & Jenny Kobelt erkennen, die von klein an ebenfalls in der Mosti mitgewirkt haben. 

Geoffrey und Sebastian an der Handpresse

von links: Geoffrey Kobelt, Unbekannt

von rechts: Geoffrey Kobelt, Jennifer Kobelt, unbekannt

Zurzeit befinden wir uns in der Hochsaison in der Produktion. Die Abfüllanlage läuft auf Hochtouren und das wird hoffentlich auch noch eine Weile so bleiben. Parallel dazu sind wir bereits in die Organisation Herbst 2020. Im August erfahrt ihr dann mehr über den Start in die Mostsaison und was das für den ganzen Betrieb bedeutet. Also bis bald meine Lieben!

Wenn wir euch «gluschtig» gemacht haben, könnt ihr euch die unsere Kreationen ganz einfach in unserem Onlineshop nach Hause bestellen:

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