August – Was machen wir eigentlich das ganze Jahr?

Habt ihr euch auch schon einmal gefragt was eine Mosterei eigentlich das ganze Jahr so treibt? Es heisst immer im Herbst wird gemostet, aber was passiert in den neun anderen Monaten?

Genau solche Fragen möchten wir in dieser Blogreihe klären. Im Jahr 2020 wird immer am Ende des laufenden Monats ein Rückblick in unserem Journal aufgeschaltet, in dem wir euch einen Einblick in unseren Alltag gewähren.

Was verbirgt sich alles hinter diesem Handwerk? Wie viel Arbeit steckt wirklich in unseren Produkten? Wir laden euch ein das mit uns in Erfahrung zu bringen und sind auf eure Reaktionen und Anregungen gespannt. Viel Vergnügen! 🙂

August - Was machen wir eigentlich das ganze Jahr?

 

August

  • Einrichten für den Herbst
  • Erste Mostobstannahme 2020
  • Grillfest für Stefan & Romeo

 

Einrichten für den Herbst

Während einer ganzen Woche haben unsere Jungs wieder einmal alles gegeben und die Mosterei für den Herbst 2020 vorbereitet. Unsere beiden Mostobstsilos wurde abgedeckt und gereinigt, die ganzen Förderbänder installiert und die Presse einem Service unterzogen. Klingt nach nicht besonders viel, nimmt aber wahnsinnig viel Zeit in Anspruch.

Das Einrichten gibt uns auch die Gelegenheit etwas Ordnung auf den Platz zu bringen. Wer schon einmal bei uns war weiss, dass wir nicht über sonderlich viel Platz verfügen. Da staut sich während dem Jahr schon die ein oder andere Palette mit leeren Harassen, Fässern oder Tanks an. Da unsere Jungs zurzeit die meisten Tage bei hochsommerlichen Temperaturen in der Abfüllerei verbringen, war das also eine willkommene Abwechslung.

Erste Mostobstannahme 2020

Wie ihr vielleicht schon aus anderen Journaleinträgen erfahren habt, haben wir lediglich einen kleinen “Bommet” (Baumgarten) auf dem Gelände, den wir bewirtschaften. Das eigentliche Mostobst, das wir zum Herstellen unserer feinen Säftli & Co. brauchen, stammt von rund 200 Obstbauern aus der Region.

Jedes Jahr zwischen Mitte und Ende August beginnen wir mit der Mostobstannahme. Wann genau das ist, entscheidet die Natur. Je nach Reifegrad der Früchte und vorhandene Menge setzten wir den Termin für die erste Annahme fest. Dieses Jahr war es am 25. August so weit.

Der erst Annahmetag ist immer aufs neue ein Erlebnis. Klar, sind wir dann alle etwas angespannt, aber sobald der erste Obstlieferant mit seinem Traktor das “Chiaswägli” hinauffährt, legt sich das. Der Herbst hat offiziell begonnen!

Am Schönsten an der ersten Annahme sind für uns die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen. Seien es die alten Obstbauern, die schon weit über 70 Jahre ihr Mostobst in der Mosti abgeben und ihre Geschichten über vergangene Zeiten erzählen. Die jungen Bauern, die gewillt sind, die Traditionen der Älteren nach ihrem Ermessen weiterzuführen und auch in Zukunft Mostobst im Rheintal anbauen möchten, oder aber die vielen Schaulustigen. Das sind vor allem Kinder auf dem Schulweg oder Grosseltern, die mit ihren Enkeln das Treiben auf der Mosti beobachten. Einfach ein schönes Erlebnis.

Das Wichtigste an der Annahme ist aber immer noch das Mostobst. Dieses hat nach Suisse Garantie gewissen Richtlinien zu entsprechen.

Mindestanforderungen Mostobst an das Mostobst sind wie folgt:

• kein faules Obst (Mostobst muss vor der Anlieferung verlesen werden!)
• gesund, reif, frisch und sortentypisch
• frei von fremden Geruchs- und Geschmacksstoffen
• sauber, frei von Fremdstoffen

Maschinell geerntetes Obst und handgeerntetes Obst aus nassen Wiesen soll vor der Anlieferung immer mit Leitungswasser abgespritzt werden um Verschmutzungen (Blätter, Erde) zu entfernen. Mostobst das nicht den Anforderungen entspricht, weisen wir zurück.

Ihr seht, die Bauern haben so einiges zu beachten. Wenn Ihr noch mehr zum Thema Mostobstanlieferung wissen möchtet, schaut doch mal hier oder mal persönlich bei uns vorbei.

 

 

Grillfest für Stefan & Romeo

Auch in unserem Familienbetrieb gibt es manchmal personelle Veränderungen. Im August durften wir gleich zwei davon erleben. Wir feierten den Lehrabschluss von Romeo und verabschiedeten uns vom langjährigen Mitarbeiter Stefan.

Stefan hat während der letzten 11 Jahre bei uns im Saftkeller gearbeitet, Schnaps gebrannt und war sich für keine anfallende Arbeit zu schade. Es war eine schöne Zeit, die wir mit einem Grillfest für das gesamte Personal feierten.

Danke Stefan für deine geleistete Arbeit, Freundschaft und die schönen Momente in den vergangenen Jahren. Wir wünschen dir nur das beste für deine Zukunft.

Ein weiteres Highlight war der erfolgreiche Lehrabschluss von Romeo. Er hat die Lehre als Lebensmitteltechnologe EFZ Fachrichtung Getränke mit Erfolg gemeistert und bleibt uns nun noch bis zum Antritt der Rekrutenschule im Januar treu.

Auch dir lieber Romeo herzlichen Dank für die 3 aufregenden Lehrjahre. Wir freuen uns, dass du uns noch ein paar Monate erhalten bleibst und gratulieren dir hier noch einmal zu deinem Abschluss.

Tipp: Die Lehrstelle als Lebensmitteltechnologe EFZ für 2021 in unserem Betrieb ist noch nicht vergeben. Mehr dazu hier.

oben: Stefan bei seiner Arbeit im Saftkeller. Stefan bereicherte unser Team über 11 Jahre lang

rechts: Unser ehemaliger Lehrling Romeo. Romeo bleibt uns noch bis ende Jahr erhalten, bevor er sich einer Herausforderung stellt, der Rekrutenschule.

Jetzt wird erst recht turbulent auf dem Mostiareal. Wir nehmen nun laufend Mostobst an, pressen Süssmost, vergären ihn und trotzdem bleibt der Rest nicht einfach liegen. Die Abfüllerei läuft weiterhin auf Hochtouren, der Verkaufsladen ist normal geöffnet, der Lieferdienst und Onlineshop laufen normal weiter und trotzdem verfügen wir nicht über mehr Personal! Wie das geht, erfahrt ihr im September Rückblick.

 

Wenn wir euch «gluschtig» gemacht haben, könnt ihr euch die unsere Kreationen ganz einfach in unserem Onlineshop nach Hause bestellen:

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